Wir stellen die schönsten und beliebtesten Bonsai-Arten für drinnen und für den Garten vor – von Ficus über Ahorn ist für jeden etwas dabei.

Japanischer Bonsai
Viele verschiedene Pflanzen eignen sich zur Bonsai-Gestaltung [Foto: TONG2519/ Shutterstock.com]

Der Bonsai ist eine Gartenkunst, bei der verschiedene Pflanzen, meist Sträucher oder Bäume, durch gezieltes Kultivieren und Schneiden von Wurzeln und Trieben in ein Kleinformat ihrer selbst verwandelt werden. Wir stellen Ihnen im Folgenden die beliebtesten Bonsai-Arten mit ihren besonderen Pflegeansprüchen vor.

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Welche Arten sind als Bonsai geeignet?

Strikte Einschränkungen gibt es nicht – die Hauptsache ist, dass die verwendete Pflanze dem absichtlichen Einzwängen und Kleinhalten intestine nachgibt. Dabei stehen besonders kleinblättrige Bäume und Nadelbaum-Arten im Vordergrund, denn die filigrane Begrünung passt very best zur restlichen Zwerggestaltung des Bonsais und bietet so ein optimales Gesamtbild. Auch eine gute Schnittverträglichkeit ist von Vorteil, da sich nur durch den regelmäßigen Schnitt des Bonsais eine eindrucksvolle und fantasiereiche Gestaltung zu den unterschiedlichen Bonsai-Formen verwirklichen lässt. Über die Jahrhunderte haben sich klassische Bonsai-Arten herauskristallisiert, die japanische Gärten und Zimmer zieren. Und auch ein paar bei uns heimische Arten haben sich mit der Zeit als Bonsais etabliert. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Bonsais und stellen die beliebtesten Arten für Zimmer und Garten vor.

Die beliebtesten Bonsai-Arten für drinnen

Der Zimmer-Bonsai ist bei uns wohl die bekannteste Kind der Minibäumchen. Die meisten Zimmer-Bonsais sind kleine Exoten, die das ganze Jahr über auf der Fensterbank thronen. Allerdings kann man den meisten Arten einen Gefallen tun, wenn man sie im Sommer auch mal an einen sonnigen Platz vor die Tür verfrachtet. Nur den Winter sollten sie geschützt verbringen, da die Arten in der Regel nicht winterhart sind und mitunter schon bei unter 15 °C Probleme bekommen. Ansonsten gibt es eine große Auswahl verschiedener Pflanzen, die sich für Anfänger wie auch für Profis eignen und durch ihren unterschiedlichen Wuchs und ihre stark variierenden Blattformen ein breites Spektrum an Bonsaiformen erlauben.

Tipp: In den folgenden Steckbriefen werden wir auch passende Erden für jeden Bonsai nennen. Häufig werden traditionell Spezialerden verwendet, die Lavagestein aus dem fernen Morgenland enthalten. Doch auch Substrat-Hersteller aus Deutschland bieten hochwertige Foundation-Erden für Bonsais an. Das darin enthaltene Tongranulat stammt zwar nicht unbedingt aus China oder Japan, dem Bonsai ist die Herkunft seiner Erde aber ohnehin gleichgültig, wenn die Qualität stimmt. Und besser für die Umwelt ist es allemal, wenn die verwendeten Rohstoffe aus Deutschland stammen und nicht aus Asien eingeflogen werden.

Chinesische Feige / Lorbeerfeige (Ficus microcarpa ˈGinsengˈ)

Diese als Chinesische Feige oder Lorbeerfeige bekannte Pflanze ist der Anfänger-Bonsai für drinnen schlechthin: Der Ficus ist sehr strong und zeichnet sich durch ein schnelles Wachstum, eine hohe Anpassungsfähigkeit sowie eine hohe Schnittverträglichkeit aus. Dies und seine Erschwinglichkeit machen ihn zum perfekten Bonsai für Unerfahrene.

UrsprungSüdostasienWachstumSchnell wachsend; bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit, z. B. durch die Kultur unter einer Glasglocke, kann der Ficus Luftwurzeln ausbilden; auffällig dickes WurzelwerkLaubImmergrün mit ovalen, glänzend dunkelgrünen BlätternErde1:1:1 Akadama, Lavasplitt, Humus; 2:1:1 Anzuchterde, Akadama und BimsStandortSonnig ohne direkte Sonneneinstrahlung; kein Platz über einer HeizungÜberwinterungNicht winterhart; bei 12 – 22 °C überwinternSchnitt/ErziehungSehr schnittverträglich; lässt sich sehr intestine drahten; nicht sehr vielseitig gestaltbarBesonderheitenBraucht eine hohe Luftfeuchtigkeit (z. B. durch Besprühen der Pflanze), Substrat nie austrocknen lassen; verbringt der Ficus den Sommer (> 15 °C) draußen, sollte vorher ein Blattschnitt vorgenommen werden, um die Verdunstung zu reduzieren

Ginseng-Bonsai
Der klassische Anfänger-Bonsai Ficus ‘Ginseng’ macht für wenig Geld einen großen Eindruck [Foto: Stefan Rotter/ Shutterstock.com]

Chinesische Ulme (Ulmus parvifolia)

Auch die Chinesische Ulme ist wunderbar für Anfänger geeignet. Die Pflanze verzeiht auch mal ein kleines Pflegemalheur und zeichnet sich durch eine hohe Robustheit und Anpassungsfähigkeit aus.

UrsprungChina, Korea, JapanLaubElliptisch bis eiförmig in glänzendem Grün; sommergrün bis halb immergrün bei ZimmerkulturErdeAkadama-ErdeStandortVollsonniger Fensterplatz bis HalbschattenÜberwinterungIdeally suited sind 0 – 10 °CSchnitt/ErziehungIntestine schnittverträglich; Äste verdicken sich schnellBesonderheitenSehr pflegeleicht

Chinesischer Liguster (Ligustrum sinensis)

Der Chinesische Liguster fühlt sich auch an etwas schattigeren Plätzchen wohl und ist überaus anspruchslos in der Pflege – nur heat sollte es am Standort dieses Bonsais sein. Auch wunderbar zur Erziehung zum Zimmer-Bonsai geeignet ist der Japanische Liguster (Ligustrum japonicum). Wer einen Liguster-Bonsai in den Garten stellen möchte, sollte lieber auf Ligustrum ovalifolium, L. lucidum oder den Gemeinen Liguster (Ligustrum vulgare) zurückgreifen. Diese sind bis mindestens -10 °C winterhart und schlagen nach einem Zurückfrieren intestine wieder aus.

UrsprungChinaWachstumSchnell wachsend; trägt im Sommer weiße BlütenLaubSommergrün; klein und dunkelgrünErde1:2 Foundation-Bonsai-Erde und Akadama-ErdeStandortHeller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung; im Sommer im Halbschatten platzierenÜberwinterungNach Möglichkeit bei 15 °C überwinternSchnitt/ErziehungSehr schnittverträglichBesonderheitenSehr pflegeleicht

Chinesischer Liguster als Bonsai
Der Chinesische Liguster besticht mit seinen von Natur aus sehr kleinen Blättern und der hohen Schnittverträglichkeit [Foto: SOMKIET POOMSIRIPAIBOON/ Shutterstock.com]

Tipp: Bei Foundation Bonsai-Erde handelt es sich um eine spezielle Universalerde, die für sich oder als Grundlage mit weiteren Inhaltsstoffen angereichert verwendet werden kann. Ihre Inhaltsstoffe sind so zusammengestellt, dass die besonderen Anforderungen, welche von der Bonsai-Kultur gestellt werden, erfüllt werden können. Am Ende dieses Artikels finden Sie unsere Empfehlung für eine besonders gute Bonsai-Erde.

Fukientee (Carmona microphylla, auch Ehretia microphylla oder Ehretia buxifolia)

Der blütenträchtige Fukientee ist, was seine Pflegeansprüche betrifft, auch für sorgsame Bonsai-Einsteiger geeignet. Nur bei der Gestaltung braucht es ein wenig Erfahrung, denn die Pflanze sollte unbedingt gedrahtet werden, um eine harmonische Kind zu erhalten.

UrsprungChinaWachstumBraun-graue Rinde mit feinen Rissen am Stamm und graue, glatte Rinde an den Ästen; quick ganzjährige BlütenbildungLaubImmergrün; klein und dunkelgrün mit weißen Härchen unten und Pünktchen obenErde2:1 Akadama- und Foundation-Bonsai-ErdeStandortHeller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung bei über 20 °C; im Sommer Sonne bis HalbschattenÜberwinterungBei 12 – 24 °C überwinternSchnitt/ErziehungSehr schnittverträglich; unbedingt drahtenBesonderheitenBei der Düngung nur organische Dünger verwenden, da die Wurzeln sehr empfindlich sind; durch Besprühen für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen

Gardenie (Gardenia jasminoides)

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Die Gardenie bietet ein besonders tropisches Aussehen, das jedoch nur zum Vorschein kommt, wenn richtig mit der Pflanze umgegangen wird. Daher gilt das wise Pflänzchen eher als Bonsai für Fortgeschrittene.

UrsprungAsien bis SüdafrikaWachstumCremeweiße, duftende Blüten im Sommer; orange Früchte im HerbstLaubImmergrün; glänzend dunkelgrün mit PunktenErdeErde für säureliebende Pflanzen, z. B. KanumaStandortHeller, luftiger Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung; reagiert sehr empfindlich auf StandortwechselÜberwinterungNach Möglichkeit bei 15 °C überwinternSchnitt/ErziehungIntestine schnittverträglich; ab Mai nach der Blüte schneiden; ab August nicht mehr schneiden, um Blütenknospen nicht zu entfernenBesonderheiten

Banyanfeige (Ficus retusa)

Die Banyanfeige ist der zweiteFicus in unserer Liste. Er wird jedoch nicht so oft angeboten wie der Ficus ˈGinsengˈ, der zeitweise selbst im Discounter zu finden ist. Allerdings eignet sich dieser Ficus erheblich besser zur Gestaltung eines Bonsais als sein prominenter Verwandter. Sein Gesamtbild ist wesentlich stimmiger und es werden auch unter Zimmerbedingungen wunderschöne Luftwurzeln ausgebildet.

UrsprungOstindien, CeylonWachstumWeißlich-graue RindeLaubDunkelgrüne, lederige Blätter mit einer kurzen stumpfen Spitze (Lorbeer-ähnlich)Erde2:1 Foundation-Bonsai-Erde und Akadama-ErdeStandortSonne bis HalbschattenÜberwinterungBei 15 – 22 °C überwinternSchnitt/ErziehungAlle Formen möglich außer Literatenform; eignet sich durch die Luftwurzeln zur Bepflanzung von FelsenBesonderheitenRegelmäßiges Besprühen

Banyanfeige-Bonsai
Durch seine Luftwurzeln eignet sich die Banyanfeige zur Bepflanzung von Felsen [Foto: RealityImages/ Shutterstock.com]

Jadebaum (Portulacaria afra)

Der Jadebaum gehört zu den Sukkulenten und fällt durch seine fleischigen glänzenden Blätter sofort ins Auge. Als kleiner Bonsai vereint er asiatische Akkuratesse und das exotische Aussehen einer Pflanze aus der afrikanischen Savanne.

UrsprungSüdafrikaWachstumRötliche Zweige; dicker Stamm; feine Verzeigung; Rinde wechselt von Grün zu Rotbraun im Alter; weiße Blüten im Herbst nach Trockenphase im SommerLaubImmergrün; sukkulente, breite, ovale Blätter; bei einem sonnigen Standort mit roten RändernErde1:1:1 Akadama, Foundation-Bonsai-Erde und LavagranulatStandortSonniger Standort; draußen im Sommer Sonne bis HalbschattenÜberwinterungÜberwintern bei 8 – 22 °CSchnitt/ErziehungBaumform und Wälder; Drahten vermeiden, lieber AbspannenBesonderheitenSukkulent, daher kann das Antrocknen der oberen Erdschicht vor dem nächsten Gießen auch mal mehrere Tage dauern; sehr staunässeempfindlich

Jadebaum-Bonsai
Die fleischigen Blätter des Jadebaums speichern Wasser und machen ihn zur perfekten Wahl für Bonsai-Liebhaber, die gerne mal das Gießen vergessen [Foto: pjatnica/ Shutterstock.com]

Strahlenaralie oder Lackblattpflanze (Schefflera actinophylla, Brassaia actinophyla)

Die Strahlenaralie bringt mit ihren Luftwurzeln und Blättern, die das ganze Jahr in kräftigem Grün leuchten, den Regenwald in Miniaturformat auf die Fensterbank. Das tropische Gewächs braucht es schön heat und verträgt auch radikale Rückschnitte ohne Probleme. So bietet die Schefflera ideale Voraussetzungen zur Erziehung zum Zimmer-Bonsai.

UrsprungAustralien, SüdostasienWachstumRecht schnellwüchsig; bildet Luftwurzeln (Felsenform möglich)LaubImmergrün; langstielige, strahlenförmig angeordnete Blätter in lackglänzendem DunkelgrünErde1:2:2 Lehm, Sand und Torf; 1:1 Akadama-Erde, Foundation-Bonsai-Erde und etwas Kiryu-ErdeStandortSonnig (je mehr Sonne, desto kleiner die Blätter)ÜberwinterungNicht unter 15 °CSchnitt/ErziehungIntestine schnittverträglich; Rückschnitt über mehrere Tage verteilen, da die Pflanze an Schnittstellen viel milchigen Wundsaft absondert; radikaler Rückschnitt statt DrahtenBesonderheitenRegelmäßig besprühen

Olivenbaum (Olea europaea)

Wer mit einem Olivenbaum als Bonsai mediterranes Aptitude in die Wohnung oder auf den Balkon bringen möchte, braucht viel Geduld, wird dafür aber mit einem wunderschönen knorrigen Gesamtbild belohnt, auf das es sich zu warten lohnt. Wegen seiner kleinen Blätter und des gedrungenen Wuchses eignet sich der Wilde Olivenbaum (Olea europaea sylvestris) besonders intestine zur Gestaltung eines Bonsais.

UrsprungKleinasien, MittelmeerraumWachstumStrong; langsam wachsend; Rinde bildet später Risse und FurchenLaubImmergrün; längliche Blätter mit dunkelgrüner Ober- und silbrig grauer UnterseiteErde1:2 Akadama und BimskiesStandortHeller Standort; draußen im Sommer sonnigÜberwinterungBei 5 – 20 °C mit möglichst viel LichtSchnitt/ErziehungSehr intestine schnittverträglich; nur einjährige Triebe drahtbarBesonderheitenSubstrat zwischen den Gießgängen ganz abtrocknen lassen, sehr staunässeempfindlich

Großblättrige Steineibe oder „Kiefer der Buddhisten“ (Podocarpus macrophyllus)

Auch Nadelbäume wie die Steineibe lassen sich als Bonsai gestalten. Diese werden zwar etwas anders geschnitten als die Laubbaumarten, machen die Gestaltung jedoch nicht schwieriger oder weniger vielfältig. Dabei ist die Auswahl nicht nur auf eine Artwork beschränkt, auch P. chinensis wird häufig zum Bonsai erzogen.

UrsprungJapan, ChinaWachstumLangsam wachsendLaubImmergrüner NadelbaumErdeLeicht saures Substrat; 2:2:2 Lehm (oder Akadama), Torf und Sand (oder Lavagranulat)StandortHeller Standort ohne pralle MittagssonneÜberwinterungHell bei etwa 10 – 20 °C; eher trocken haltenSchnitt/ErziehungIntestine schnittverträglichBesonderheitenLiebt eher saure Substrate

Steineibe als Bonsai
[Foto: Romix Image/ Shutterstock.com]

Junischnee oder „Baum der tausend Sterne“ (Serissa foetida)

Der „Baum der tausend Sterne“ verdankt seinen Namen seinem sommerlichen Blütenkleid. Dieses zeigt sich auch beim Bonsai reichhaltig und versprüht einen starken Duft.

UrsprungChina, SüdjapanWachstumReichhaltige Blüte im Juni; bildet schon als junge Pflanze eine rissige RindeLaubSehr kleine grüne Blätter, die je nach Sorte gelb gerandet oder geadert sindErde1:1:1 Akadama-Erde, Foundation-Bonsai-Erde, Sand (sehr durchlässig)StandortSehr hell ohne direkte Sonneneinstrahlung; draußen im Sommer Sonne bis Halbschatten; reagiert empfindlich auf StandortwechselÜberwinterungHell bei 12 – 20 °C; nicht über der HeizungSchnitt/ErziehungSehr schnittverträglich; Wurzeln geben beim Schnitt intensiven Geruch abBesonderheitenBraucht konstante Standortbedingungen, Temperaturen und Wasser; außerhalb der Blütezeit besprühen

Die beliebtesten Bonsai-Arten für den Garten

Es gibt eine ganze Reihe Arten, die sich wunderbar zum Bonsai erziehen lassen und das ganze Jahr über im Freien stehen können. Dabei sollten Sie beachten, dass die Kultur in der Schale im Winter ihre Tücken hat. Da die Schale aufgrund des geringen Volumens schnell durchfriert, sollte im Winter auch bei vollständig winterharten Pflanzen auf einen geschützten Platz und einen guten Kälteschutz der Wurzeln geachtet werden. Wird dies beachtet, steht dem ganzjährigen Waldbaden im eigenen Miniaturwunderland nichts mehr im Wege. Wir stellen Ihnen ein paar ganz besonders schöne Arten vor, die sich als Outside-Bonsai eignen.

Ahorn (Acer)

Gleich zu Anfang eine wahre Bonsai-Perle: Viele asiatische Ahorn-Arten besitzen einzigartig geformte Blätter. Dazu zählen zum Beispiel der Rote und Grüne Fächer-Ahorn (Acer palmatum), der Dreispitz-Ahorn (Acer buergerianum) und der Feuer-Ahorn (Acer ginnala). Der prominenteste unter den Ahornarten ist jedoch der Japanische Ahorn (Acer japonicum). Sein Äußeres sowie seine hohe Toleranz gegenüber Temperaturschwankungen machen ihn zum idealen Outside-Bonsai, weshalb wir ihn hier beispielhaft vorstellen.

UrsprungBergwälder JapansWachstumMalerisch baumartig wachsender Strauch, kurzer Stamm, weit ausladende Krone; rötlich-purpurne Blüten während des LaubaustriebsLaubSommergrün in leuchtendem Grün; 7- bis 11-lappige Blätter mit gezähntem Blattrand; rote HerbstlaubfärbungErde4:1 Akadama-Erde und BimskiesStandortHalbschatten; im Herbst und Frühjahr vollsonnig; windgeschütztÜberwinterungBedingt winterhart (-10 °C)Schnitt/ErziehungSehr schnittverträglich und formbar; im Winter schneidenBesonderheitenSehr tolerant gegenüber Temperaturschwankungen; im Sommer kann an heißen Tagen mehrfaches Gießen notwendig sein

Kiefern (Pinus)

Genauso wie bei der Gattung des Ahorns gibt es auch bei den Kiefern gleich eine ganze Reihe von Arten, die sich zum Bonsai erziehen lassen. Besonders schön sind hier Zwergformen mit besonders kleinen Nadeln. In ihrer Pflege unterscheiden sich die unterschiedlichen Arten kaum. Der Schnitt sollte im Optimalfall im Winter erfolgen, da zu diesem Zeitpunkt der geringste Harzaustritt und die beste Wundheilung zu erwarten ist. Im Folgenden finden Sie eine kleine Auswahl an Kiefern, die sich hervorragend als Outside-Bonsai eignen.

Waldkiefer-Bonsai
Die Waldkiefer lässt sich zu wunderbar knorrigen Bonsais formen [Foto: Svetlanko/ Shutterstock.com]

Kiefern, die sich als Bonsai für den Garten eignen:

  • Mädchen-Kiefer (Pinus parviflora): Weiche, geschwungene Nadeln, je zu fünft zusammenstehend
  • Waldkiefer (Pinus sylvestris): Dünne, evtl. leicht gedrehte Nadeln, zu zweit stehend; Rinde am oberen Stamm meist rötlich
  • Europäische Schwarzkiefer (Pinus nigra sbsp. nigra): Lange, kräftige Nadeln in Zweierbüscheln; ältere Rinde bräunlich grau mit dunkeln Rissen, die ein Plattenmuster ergeben
  • Bergkiefer (Pinus mugo): Kurze, kräftige Nadeln, zu zweit in Büscheln, dunkelbraune Rinde
  • Japanische Schwarzkiefer (Pinus thunbergii): Lange, gedrehte, dunkelgrüne, feste Nadeln, zu zweit stehend
  • Japanische Rotkiefer (Pinus densiflora): Hellgrüne, zarte, schlanke Nadeln, zu zweit stehend

UrsprungVor allem auf der Nordhalbkugel verbreitetWachstumRinde älterer Pflanzen rissigLaubImmergrüne Nadeln; in Bündeln/Büscheln angeordnetErde2:1:1 Akadama, Kiryu-Erde und BimskiesStandortVolle Sonne, braucht sehr viel LichtÜberwinterungIntestine winterhartSchnitt/ErziehungSehr formbar; im Winter schneiden, da zu dieser Zeit geringste HarzproduktionBesonderheitenSehr staunässeempfindlich

Japanische Eibe als Bonsai
Die Japanische Eibe hat wie die europäische Artwork sattgrüne Nadeln [Foto: Svetlanko/ Shutterstock.com]

Eiben (Taxus)

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Eiben sind nicht nur als Heckenpflanzen im Garten nutzbar. Statt Blicke abzuhalten, können sie als Bonsai auch zum wahren Blickfang werden. Durch ihr pflegeleichtes Gemüt ist die Eibe auch gerade für Anfänger geeignet. Besonders intestine machen sich hierbei die heimische Gemeine Eibe (Taxus baccata), die Pazifische Eibe (Taxus brevifolia) und die Japanische Eibe (Taxus cuspidata).

UrsprungEuropa, Nordafrika, WestasienWachstumUnregelmäßiger Astwuchs; graubraune Rinde mit roter Innenrinde; dunkler, aufrechter StammLaubNadelartig und dunkelgrünErde4:1 Akadama und KiesStandortSonnig, aber ohne direkte Sommersonne; Halbschatten nach dem Schnitt; wachsen auch im Schatten, hier aber nicht so kompaktÜberwinterungWinterhart; sonniger StandortSchnitt/ErziehungSehr schnittverträglich; sehr biegsames HolzBesonderheitenSehr hoher Wasserbrauch; gelegentlich besprühen, alle Pflanzenteile bis auf die fleischige Samenscheide giftig

Azalee (Rhododendron)

Azaleen wie die Indische Azalee (Rhododendron simsii), die Satsuki-Azalee (Rhododendron indicum) oder die immergrüne Japanische Azalee (Rhododendron japonicum) werden wegen ihrer Blüten als Bonsais in Wohnungen geschätzt. Diese sogenannten Zimmer-Azaleen sind nicht winterhart, da sie aus tropischen oder subtropischen Gefilden stammen. Somit müssen sie zumindest im Winter ins Haus gebracht werden. Doch die Gattung hält auch ein paar winterharte Arten parat. So können Garten-Azaleen wie die Japanische Azalee (Rhododendron obtusum) oder die Gelbe Azalee (Rhododendron luteum) ganzjährig als Bonsai im Garten kultiviert werden.

UrsprungAsien, Nordamerika, EuropaWachstumBlüte je nach Artwork zwischen März und JuliLaubSommergrün; ovale, längliche Blätter in Hell- bis DunkelgrünErdeKalkfrei, leicht sauer; reines Kanuma ist sehr bewährt für AzaleenStandortSonnig, aber ohne direkte SommersonneÜberwinterungWinterhartSchnitt/ErziehungFoundation stärker schneiden als die Spitze, da Azaleen sehr basisdominant sindBesonderheitenSäureliebend; mit weichem Leitungswasser oder Regenwasser gießen

Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)

Zu den beliebtesten Wacholder-Arten für die Erziehung zum Bonsai zählen neben dem Gemeinen Wacholder außerdem der Chinesischer Wacholder (Juniperus chinensis) oder der Japanische Igelwacholder (Juniperus rigida).

UrsprungEuropa, Nordamerika, WestasienWachstumRötlich-braune Rinde; schwarze Beeren, die zur Ginherstellung verwendet werdenLaubSehr harte graugrüne, pieksige NadelnErde1:1 Foundation-Bonsai-Erde und BimskiesStandortSonniger StandortÜberwinterungBedingt winterhart (-10 °C); sonnigSchnitt/ErziehungSehr schnittverträglich; formbar durch DrahtenBesonderheitenSubstrat zwischen den Gießgängen intestine abtrocknen lassen; gelegentlich besprühen

Wilder Apfel oder Holzapfel (Malus sylvestris)

Selbst fruchttragende Bäume können in Miniaturform gebracht werden. Besonders gern werden hier wegen ihrer schönen Blüte Apfelbäume wie Malus sieboldii, Malus halliana oder – die heimische Variante – der Wilde Apfel (Malus sylvestris) verwendet, wobei sich natürlich besonders intestine Zuchtformen mit eher kleinen Früchten eignen. So ergibt sich ein besonders schönes Gesamtbild.

UrsprungEuropa, VorderasienWachstumBlüte im Frühjahr; Früchte im Sommer oder Herbst; schnellwachsend; schuppige graubraune RindeLaubSommergrün; ovale dunkelgrüne BlätterErde1:1:1 Torf, Bimskies und AkadamaStandortSonnig; im Sommer und Winter schattierenÜberwinterungWinterschutz nötigSchnitt/ErziehungSehr schnittverträglich; Kurztriebe stehen lassen, da diese im Folgejahr die Blüten tragen; nach der Blüte Triebe kürzen; drahten, um Blüte zu fördern und als Stütze bei FruchtbildungBesonderheitenHoher Wasserbedarf; während der Blüte reduziert düngen

Ulmen (Ulmus spec.)

Wie oben erwähnt, gehört die Chinesische Ulme zu unseren beliebtesten Zimmer-Bonsai-Arten, doch auch im Garten können Ulmen als Bonsai Ihre grüne Oase bereichern. Dafür eignen sich winterharte Arten wie die Feld-Ulme (Ulmus minor), die Berg-Ulme (Ulmus glabra) oder die Holländische Ulme (Ulmus x hollandica), insbesondere die Sorte ˈJaqueline Hilerˈ mit ihren besonders kleinen Blättern.

UrsprungEuropaWachstumRecht schnell wachsend; gräuliche RindeLaubSommergrün; sehr kleine Blätter, spitz zulaufend; kräftige HerbstfärbungErde1:1:1 Akadama, Torf und BimskiesStandortVollsonnigÜberwinterungWinterschutz nötigSchnitt/ErziehungLeicht formbar; intestine schnittverträglich; meist kann auf Drahten verzichtet werdenBesonderheitenBefall mit Ulmensplintkäfer verhindern (Überträger der Pilzkrankheit „Ulmensterben“)

Hainbuche (Carpinus betulus)

Die hohe Schnittverträglichkeit und die Wuchskraft machen die Hainbuche zu unserem Liebling unter den heimischen Bonsai-Arten für den Garten. Dieses sonst eher als Heckenpflanze bekannte Laubgehölz ist ein hervorragender Bonsai für Anfänger. Abgesehen von C. betulus eignen sich auch die Koreanische Hainbuche (Carpinus turczaninowii) oder die Japanische Hainbuche (C. japanicum und C. laxiflora) zur Gestaltung eines Miniaturbaums in der Schale. Als Geheimtipp unter den Hainbuchen gilt die Orientalische Hainbuche (Carpinus orientalis).

UrsprungEuropa, OstasienWachstumSchnellwachsend; schmale, gedrehte Äste; Rinde hellgrau, oft mit RissenLaubSommergrün; oval mit Rippung in kräftigem Grün; gelbe Herbstfärbung; Laubabwurf meist erst mit Neuaustrieb im FrühjahrErde5:4:1 Foundation-Bonsai-Erde, Akadama und SandStandortSonne bis Halbschatten; im Sommer schattierenÜberwinterungWinterhartSchnitt/ErziehungSehr schnittverträglich; spätester Schnitt im AugustBesonderheitenSehr robuste Anfängerpflanze; mit weichem Wasser gießen; hoher Düngerverbrauch

Hainbuche-Bonsai
Die Hainbuche hat eine silbrige, glatte Rinde und frühlingsgrünes Laub [Foto: NeydtStock/ Shutterstock.com]

Zwergmispel oder Feldmispel (Cotoneaster)

Die Zwermispel bringt alles mit, was für eine Erziehung zum Bonsai benötigt wird. Der ohnehin niedrige Wuchs in Kombination mit den kleinen Blättern sowie die sehr gute Schnittverträglichkeit machen die Zwergmispel nicht nur für Experten interessant. Auch Anfänger können sich an den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, die ihnen die Pflanze bietet, erfreuen. Besonders intestine eignen sich hier Cotonaester conspicuous, C. horizontalis, C. preacox, C. microphyllus und C. congestus.

UrsprungEuropa, Asien, NordafrikaWachstumWeiße, rosa oder rote Blüten im Frühjahr; gelbe bis rote Früchte im Herbst; niedrig wachsendLaubKleine, glänzend grüne Blätter; sommergrün oder immergrün, je nach ArtworkErdeReine Akadama- oder Foundation-Bonsai-ErdeStandortIm Frühjahr und Herbst Sonne; im Sommer Halbschatten; luftigÜberwinterungBedingt winterhart (-10 °C); immergrüne Arten bei starkem Frost abdeckenSchnitt/ErziehungLässt sich sehr intestine und vielseitig formen; Formschnitt während des Frühjahrsaustriebs; sehr intestine drahtbarBesonderheitenVerträgt kurze Trockenphasen; düngen von April bis Anfang September; bei Blattaustrieb eher trocken halten, so treiben die Blätter besonders klein aus

Mispel als Bonsai
Der Cotoneaster hat einen skurrilen Wuchs, was ihn als Bonsai interessant macht [Foto: Bernd Schmidt/ Shutterstock.com]

Europäische Lärche (Larix decidua)

Die Europäische Lärche gehört ebenfalls zu den einheimischen Pflanzenarten. Somit ist sie very best an unser Klima angepasst und kann das ganze Jahr über an einem sonnigen Platz im Garten stehen. Dabei lässt sich der eigentliche Waldgigant durch seine gute Schnittverträglichkeit und Drahtbarkeit auch in Schalenform bringen. Nicht einheimisch, aber dennoch widerstandsfähig ist auch die Japanische Lärche (Larix kaempferi), die mit ihren graugrünen Nadeln und der rotbraunen, rissigen Rinde auch optisch überzeugt.

UrsprungGemäßigte Zonen EuropasWachstumRinde in Hellbraun bis hin zu Rot- bis Graubraun mit RissenLaubSommergrün; dunkelgrüne, weiche Nadeln, die im Herbst goldgelb werdenErde1:1:1 Akadama, Lavagranulat und BimskiesStandortVollsonnig; je mehr Licht, desto kleiner die NadelnÜberwinterungWinterhart (-40 °C)Schnitt/ErziehungIntestine schnittverträglich; intestine drahtbar; Schnitt von Mai bis September; Formschnitt vor dem Austrieb im FrühjahrBesonderheitenGießen durch Überbrausen mit Regenwasser, um Luftfeuchtigkeit zu erhöhen; niemals austrocknen lassen

Blüten der Lärche
Die weiblichen Blüten der Lärche haben einen hohen Zierwert [Foto: Mick Harper/ Shutterstock.com]

Winterlinde (Tilia cordata)

Unter den Lindenarten ist die Winterlinde wegen ihrer kleinen Blätter besonders intestine zur Gestaltung als Bonsai geeignet. Noch kleinere Blätter erhält der Baum nach einem Blattschnitt im Sommer, der von der Winterlinde ausgezeichnet vertragen wird.

UrsprungMittel-, Nord-, OsteuropaWachstumSchwarzer Wurzelansatz; duftende gelbliche Becherblüten im Sommer; ovale bis kugelförmige Nüsschen; schwarz-graue rissige Borke im AlterLaubSommergrün; runde bis leicht herzförmige Blätter; goldgelbe LaubfärbungErde3:2 Akadama und Humus mit guter Drainageschicht aus KiesStandortSonne bis Schatten; je mehr Sonne, desto kleiner die Blätter; Halbschatten, um Austrocknung zu vermeidenÜberwinterungWinterhart; im Schatten überwinternSchnitt/ErziehungSehr schnittverträglich und formbar; letzter Schnitt Anfang August; vorsichtig drahten; Formschnitt vom Austrieb bis in den SommerBesonderheitenSehr empfindlich gegenüber Versalzung (mit Regenwasser gießen und organisch düngen) und Trockenheit

Nachdem Sie den richtigen Bonsai für sich gefunden haben, geht es im Anschluss um die richtige Pflege. Wie Sie Ihren Bonsai richtig gießen erfahren Sie hier.

Herzlichen Dank an Floragard für die Unterstützung!

Editor’s Choice: The Best .22-250 Rifles [Hands-On Tested] – Colson Task Force

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